Atelierbesuche.com zu Besuch bei Jonathan Meese



Jonathan Meese und Elke Backes (Foto: Sarah Schovenberg)

Jonathan Meese und Elke Backes

Zu Besuch bei Jonathan Meese
Auf dem Spielplatz Meese

Berlin. Nur schemenhaft nehme ich den Gebäudekomplex des stillgelegten Wasserpumpwerks Prenzlauer Berg wahr. Zu sehr bin ich damit beschäftigt, die Sprechanlage zu hypnotisieren, nachdem ich – einmal tief durchatmend – den Klingelknopf gedrückt habe. Das fröhliche: „Hallo. Kommt rein!“, lässt mich aufatmen. Das Tor wird elektrisch geöffnet. Erst jetzt realisiere ich die wunderschönen klassizistischen Backsteinfassaden der Industriebauten, die gusseisernen, in Sprossen unterteilten Fabrikfenster, den schlanken Turm, der sich dem Himmel entgegenstreckt. Doch wohin jetzt, frage ich mich ein wenig verloren. Eine Tür öffnet sich und da steht er. Jonathan Meese in seiner allseits bekannten Uniform: Schwarze Hose, schwarze Adidas-Trainingsjacke. Meese, das – so die allgemeine Formulierung in der Presse – „Enfant terrible der Kunstwelt“ oder auch der „Skandalkünstler“. Davon ist im Moment aber auch wirklich gar nichts zu spüren. Herzlich werden wir begrüßt und hereingebeten.

Das Atelier von Jonathan Meese (Foto: Sarah Schovenberg)

Das Atelier von Jonathan Meese

Wir lernen Stephan kennen, einen seiner Assistenten. Stefan bearbeitet gerade mit feinstem Pinsel den Rahmen eines großformatigen Gemäldes, das für eine der nächsten Ausstellungen vorbereitet wird. Konkret gesagt, für die Ausstellung anlässlich der Verleihung des Hans-Platschek-Preises auf der art KARLSRUHE oder für die im Carré Sainte-Anne, einer profanierten Kirche in Montpellier. Insgesamt wirkt der Raum wie das professionelle Depot eines Museums. Horizontale wie vertikale Lagerregale ordnen die zahlreichen Gemälde, die offensichtlich in Kürze auf die Reise geschickt werden. Wir gehen weiter in die riesige Halle des Ateliers, die das klassische Loftflair ausstrahlt.

Ich weiß nicht, wo ich zuerst hinschauen soll … Gegen die Wand gelehnt stehen sie und ziehen mich wie magisch an. Die brandaktuellen Werke. Auch hier sind es überwiegend Großformate. Bunt, laut und witzig, grausam und ungestüm scheinen sie mir ihre Präsenz entgegen zu schreien. Vor ihnen auf dem Boden liegen neue, noch jungfräuliche Leinwände, bereit für ihre erste Farb-Dusche, die sich in Kürze über sie ergießen wird. Er arbeite immer auf dem Boden, erklärt Meese. Eine erste Farbschicht, die je nach Stimmungslage geschüttet, gepinselt, gewischt oder geschmiert wird, entscheide häufig über das… weiterlesen auf atelierbesuche.com


Autor: Elke Backes
Fotos: Sarah Schovenberg


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